Leben in der Matrix – Forscher finden Anhaltspunkte für ein simuliertes Universum

Es ist ein lange geführtes philosophisches Gedankenexperiment, welches sich mit der Frage beschäftigt, ob eine entsprechend intelligente Spezies nicht an einem bestimmten Punkt ihrer Entwicklung, eine Simulation des Universums generieren würde.

Von Tobias Berg

Nun hat eine Bonner Forschungsgruppe, unter der Leitung von Silas Beane, Anhaltspunkte dafür gefunden, dass wir tatsächlich in einer solchen Simulation leben könnten.

In ihrem, auf arXiv.org erschienen Artikel ‘Constraints on the Universe as a Numerical Simulation’, beleuchten die Wissenschaftler die Möglichkeit, dass wir in einem künstlich geschaffenen Universum leben könnten, ohne dies jedoch im Alltag wahrnehmen zu können.

In einer künstlich geschaffenen Simulation, wie sie in kleinem Maßstab bereits durchgeführt werden können, würde ein Computerprogramm Limitierungen, wie zum Beispiel die Energiemenge von bestimmten Teilchen einführen. Eine solche Situation finden wir aber auch tatsächlich in der Realität vor.

Beane und ihre Kollegen argumentieren, dass das Muster bestimmter Gesetzmäßigkeiten, wie der ‚Greisen-Zatsepin-Kuzmin-Grenze‘, genau das beschreibt, was auch innerhalb einer Computersimulation zu erwarten wäre.

Die mit diesem Gedankenspiel einhergehenden Implikationen wären eben so faszinierend wie beängstigend: Wie Gefangene in einer stockdunklen Zelle, wären wir nicht einmal in der Lage, die Wände der Zelle zu sehen.

Quelle: Huffingtonpost.co.uk

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