Endlich: Die Flugscheiben kehren zurück

Iron SkyWas sagt ein Astronaut, wenn er auf Mondbewohner trifft? “Bringt mich zu Eurem Führer!”.

Iron Sky. Die Presse macht ordentlich Wind für den Film, der gerade auf der Berlinale vorgestellt und zu einem beträchtlichen Teil von Internet-Nutzern mitfinanziert wurde.

Die Story hingegen ist so abgefahren nicht, wenn man diverse Theorien im Ufologie-Bereich verfolgt. Demnach sei Hitler gar nicht tot, sondern kurz vor Kriegsende zum Südpol aufgebrochen, um von dort aus die Welt im Geheimen weiter zu regieren. Nebenbei ließ er Flugscheiben bauen, die er liebevoll “Haunebu” taufte und die den UFOs von heute den Luftraum streitig machen.

Eine weitere Theorie geht davon aus, dass Hitler und sein Trupp der antarktischen Kälte überdrüssig wurden und mit Sack und Pack auf den Mond umzogen.

Und erst hier, drei Verschwörungstheorien weiter, beginnt die Handlung von Iron Sky – Berichten und Trailern zufolge eine bissige Gesellschaftssatire nach finnischem Humor. Davon haben unsere Nachbarn im hohen Norden bekanntermaßen reichlich, und so darf bereits jetzt ein Gefühl der Dankbarkeit aufkommen: Dafür, dass wir bald frei über Flugscheiben reden und lachen dürfen. Und hoffentlich ist es dann auch bald soweit, dass man sich ernsthaft mit dem Flugscheibenmythos befassen darf, ohne gleich als Nazi zu gelten, um die Welt der Ufologie ein für alle mal von diesem Humbug zu befreien.

Ja, ich weiß – Hitlers Leute auf dem Mond, und nicht nur die, lesen jedes meiner Worte mit und werden es mir heimzahlen. Aber bis zur Flugkreisel-Invasion im April habe ich ja noch etwas Zeit, um meine Vimana startklar zu machen.

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