Meilenstein der UFO-Forschung: Offizieller Bericht der Argentinischen Gendarmerie über UFO-Vorfall 1972

Am 2. November 1972 ereignete sich in der Nähe des Militärflughafens Campo de Mayo (Provinz Buenos Aires) ein gut dokumentierter UFO-Zwischenfall: Im Rahmen einer Nachtflugübung der Argentinischen Gendarmerie wurde ein zunächst sichelförmiges Objekt gesichtet, das sowohl Form als auch Farbe veränderte, als sich das Flugzeug dem Objekt näherte. Als sich das UFO direkt über dem Flugzeug positionierte und sich daraufhin nicht mehr von den erfahrenen Militärpiloten abschütteln ließ, wurde die Situation zu brenzlig, sodass die Übung abgebrochen werden musste.

Von Astra Lux

Der ausführliche Bericht an die zuständige Dienststelle war der Auftakt einer akribischen Dokumentation von UFO-Vorfällen seitens des Argentinischen Militärs.

Es ist der unermüdlichen Forschungsarbeit der wissenschaftlichen Mitarbeiter von Vision Ovni, einer privaten Argentinischen UFO-Forschungsgruppe, zu verdanken, dass dieser historische Bericht nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Anlässlich der Einweihung des »Museo del Nuevo OVNI« (das Neue UFO-Museum in Victoria / Argentinien) am 2. Januar 2010 präsentierten sie den erste offiziellen UFO-Bericht des Argentinischen Militärs der Öffentlichkeit.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht der Argentinischen Gendarmerie erstmals auf Deutsch:

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Oberste Heeresleitung

Bericht über Unidentifiziertes fliegendes Objekt

Informationen entsprechend des Vorfalls:

Zeitpunkt der Sichtung: 2. November 1972, 20:30 Uhr

 

2.) Sichtungsort: Provinz Buenos Aires – Campo de Mayo – fliegend

 

3.) Atmosphärische Bedingungen:

a) Himmel: Klarer Sternenhimmel – Mondstand: Mond nicht sichtbar

b) Atmosphäre: Klar

c) Angrenzende Bodenverhältnisse: Tief und feucht

d) Boden unter dem Beobachter: Beobachter waren auf der Flucht

e) Sichtbarkeit: Normale nächtliche Flugbedingungen

 

4.) Begleitumstände der Sichtung

a) Aktivitäten vor der Beobachtung des Objekts: Nachtflug-Unterricht seit 19:20 Uhr

b) Durchgeführte Aktivität zum Zeitpunkt der Sichtung: Nachtflugübungen vom Header 36 der Start- und Landebahn des Campo de Mayo

c) Begleitpersonen des Beobachters zum Zeitpunkt der Sichtung:

1. Fähnrich D. Alejandro Urs Vogt, Gendarmeriepilot, bei der Überprüfung der Flugstaffel, und Herr Jorge Torrecilla, Hauptfeldwebel der Gendarmerie und Mitglied des Führungsstabs für Polizeiausbildung sowie ein ziviler Pilot

d) Lage der Beobachter in Bezug auf das Phänomen:

• Geographische Lage des Beobachters: Im Campo de Mayo

• Relative Position des Phänomens in Bezug auf den Beobachter und die Himmelsrichtungen: 320 Grad in Bezug auf Campo de Mayo (Start-und Landebahn 36-18)

• Darstellung des Ausgangspunkts des Phänomens auf dem Panorama-Display:

(Siehe Skizze in Anlage 1)

• Tragen Sie die Flugbahn des Phänomens mit gestrichelten Linien ein und beziffern Sie die Entwicklung mit fortlaufenden Zahlen: (Siehe Skizze in Anlage 1)

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• Geben Sie die Entfernung vom Beobachter an: ca. 35 bis 40 Meter

a) Winkelhöhe des Phänomens in Bezug auf den Horizont, von 0-90 Grad: ca. 25 Grad

b) Winkel der vertikalen Ebene zwischen Beobachter und Phänomen in Nord-Süd-Richtung: 320 Grad

 

5.) Allgemeine Beschreibung des Vorfalls:

a) Beobachtungszeitraum des Phänomens insgesamt: Ca. 40 Minuten

b) Zeitraum, bis jede Position eingenommen wurde: Das Objekt blieb statisch, flankierte die Bewegung des Gendarmerieflugzeugs (Registrierung GN 7E) über eine Zeitspanne von 10 bis 12 Minuten

c) Erkennbare physische Form und Merkmale des Objekt: (Siehe Skizze und Beschreibung im Anhang II, Teil 2)

d) In welcher Weise trat die Sichtung auf: Klare Sicht und durch die Bullaugen und Windschutzscheibe einer einmotorigen Cessna 182

e) Beschreibung des Phänomens. (Siehe Anhang II, Teil 2)

f) Verhalten des Berichterstatters in Reaktion auf das Phänomen: Der Fluglehrer der des Gendarmeriegeschwaders, 2. Kommandeur D. Ramon Hector Flores, entschied sich Kurs auf das Objekt zu nehmen um es weiter zu beobachten, beantragte dazu die Genehmigung vom Kontrollturm

 

6.) Spuren, Beweise oder Indizien, die zurückgelassen wurden oder aufgenommen werden konnten:

a) Eingetretene Störungen (Motor, Radio, Batterie, etc.): Keine

b) Spuren, Zeichen, oder Schäden, die in der Umgebung (auf Häuser, etc.) hinterlassen wurden: Keine.

c) Spuren oder Anhaltspunkte, die gesammelt werden konnten (Material, etc.): Keine

d) Fotografien, Filme: Konnten in Ermangelung an entsprechender Ausrüstung nicht gemacht werden

 

III. Informationen bezüglich des Meldepflichtigen

1.) Personenbezogene Daten:

a) Ramon Hector Flores, 2. Kommandeur, Gendarmerie-Flugstaffel, stationiert im Campo de Mayo

b) Alter: 35 Jahre

c) Bildung: Hochschulabschluss, Escuela de Gendarmeria Nacional, Escuela Nacional de Aviacion Civil (Zivilluftfahrtschule – 3 Jahre)

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Erhielt die Verkehrspiloten-Lizenz mit Zulassung zum Instrumental- und Nachtflug, Schädlingsbekämpfung sowie die Fluglehrer-Lizenz

a) Arbeitsstandorte in den vergangenen zehn Jahren: Campo de Mayo, Formosa und in der Flugstaffel

b) Privatanschrift: Tomas Edison 1076, San Miguel, Provinz Buenos Aires 656-0302 und 656-0425

 

2.) Allgemeine Informationen (psychologisches Profil)

a) Hat der Zeuge zuvor Objekte oder Ereignisse einer unbekannten oder schwer zu erklärenden Natur gesehen? (Böse Lichter, Wolfsmenschen, Geister, etc.): Nie

b) Lesestoff, Filme, Zeitschriften und Fernsehen, die er regelmäßig liest: Veröffentlichungen über Luftfahrt-Themen oder zu aktuellen Ereignissen

c) Hobbies und Vorlieben: Freizeit-Schießen und Sport

d) Was versteht er unter dem Begriff »Jenseits«?: Der Informant glaubt, dass er nicht in der Lage ist, die Möglichkeit von Leben auf anderen Welten abzuschätzen. Er glaubt nicht an Spiritismus und übersinnliche Wahrnehmung.

e) Was war bisher seine Meinung über jene, die behaupteten UFO-Erlebnisse gehabt zu haben?: In den meisten Fällen seien es Geschichten von Menschen, die wirklich etwas gesehen haben, wobei er nicht die Möglichkeit außer Acht lässt, dass psychologische Einflüsse und der Mangel von technischem Wissen Menschen dazu veranlassen können, anzunehmen, sie hätten ein außerirdisches Raumschiff gesehen.

f) Was denkt er von seinem jüngsten Erlebnis?: Persönlich glaubt er, es sei ein interessantes Ereignis gewesen, ist aber noch nicht in der Lage, etwas über die Natur des Phänomens aus zusagen. Er beschränkt sich daher auf den objektive Bericht von dem, was gesehen wurde.

g) Wie war die Reaktion seiner Begleiter?: Die Reaktion der Informanten und seiner Begleitern war völlig ruhig, wie die Entscheidung zeigt, dass sie versuchten, die wahre Natur des Phänomens zu ermitteln, indem sie das Objekt verfolgten.

h) Rauchte er oder irgendjemand seiner Begleiter?: Er raucht nicht und ebenso rauchte keiner seine Begleiter während des gesamten Vorgangs.

Unterzeichnet

Ramon Hector Flores, 2. Kommandeur

Informant

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IV. Stellungnahme des Kommandeurs hinsichtlich der Persönlichkeit des Informanten:

Ein brillanter und hervorragender Offizier, der eine Einstufung von 90 Punkten verdient.

V. Stellungnahme des Kommandeurs über die berichteten Fakten: Angesichts der Seriosität, Professionalität und der moralischen Integrität des 2. Kommandeurs D. Hector Flores akzeptiere ich seine Version der Ereignisse voll und ganz so, wie er sie berichtet hat.

Campo de Mayo, 5. November 1972.

[SEAL-Befehlshaber der Armee – Flugstaffel »Shield«, Gendarmería Nacional]

Unterzeichnet

Brig. Alberto Thomasset – Kommandeur der Flugstaffel

 

Anmerkungen: Dieses Formular muss von den unmittelbaren Vorgesetzten von jedem, der die Sichtung eines Unidentifizierten Flugobjekts bezeugt, zum Zwecke der Übermittlung der obersten Führungsebene der Institution für die Vorbereitung einer systematischen und zu aktualisierenden Datenbank von Phänomenen dieser Art  ausgefüllt werden, überwacht durch das Personal seiner Zweigstelle. Dies ist eine authentische Kopie des Originals in vier Seiten.

[Anhang]

5. Allgemeine Beschreibung des Ereignisses

c.) Physische Form und Merkmale des Phänomens oder beobachteten Objekts:

Zu der Zeit als die Sichtung erfolgte, sah das Objekt aus wie ein riesiger Halbmond mit einer unregelmäßigen Unterkante, mit einem kleinen Licht mit bläulichen Rändern, das offenbar an dessen Unterkante hing. In der Folge verschwand es in Richtung Campo de Mayo. Der Tower gab die Erlaubnis für die genauere Untersuchung des Phänomens. Die Besatzung näherte sich dem Objekt. In einer Entfernung von ungefähr 12 Kilometern war es möglich, das Objekt deutlicher zu erkennen. Es war zu diesem Zeitpunkt fast kugelförmig mit einer klar definierten Kante (siehe Zeichnung im Anhang II, oben). Das bläuliche Licht verschwand und die Intensität des rötliche Farbtons des Objekts nahm ab (ein Farbton ähnlich Bordeauxrot). Es behielt diese Form und Farbe, bis die Beobachter auf etwa 300 Meter an das Objekt herankamen. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Linkskurven-Manöver ausgeführt, um eine Kollision auf 1600 Meter südöstlich der Stadt Campana, Provinz Buenos Aires, zu vermeiden.

e.) Beschreibung des Phänomens:

Ausgehend mit der Beschreibung in dem vorangegangen Punkt, fügt der Beobachter hinzu, dass sie die Instrumente- und Positionslichter (gesetzliche externe Beleuchtung) des Flugzeugs zur Verbesserung der Sichtverhältnisse ausgeschaltet haben.

Während der Linkskurve wurde erkennbar, dass das Objekt sich dem Flugzeug näherte, was die Notwendigkeit dieses Manövers bedingte, bis das fragliche Objekt hinter dem Flugzeugheck zurückblieb.

Als das besagte Manöver ausgeführt wurde, wurden zwei oder drei Lichter sichtbar. Diese waren klein, von durchschnittlicher Größe und von gleicher Größe, wie sie das Objekt im unteren Drittel aufwies (siehe Zeichnung im Anhang II, unterer Teil).

Die beschriebene Kurve endete ungefähr auf Kurs in Richtung Campo de Mayo.

In diesem Moment bemerkte Herr Jorge Torrecilla (die zivile Begleitung des Piloten, der hinter dem Piloten saß), dass sich das Objekt 10 Grad links vom Flugzeugheck befand, einen gedämpfteren Farbton annehmend, während es Form und Abstand zum Flugzeug beibehielt.

Die Besatzung startete eine neue Linkskurve, um das Objekt detaillierter zu sehen, aber sie verloren es unmittelbar aus den Augen.

Sobald das Manöver abgeschlossen wurde, war es nicht mehr möglich das Vehikel zu sehen, daher wurden Informationen aus dem Kontrollturm eingefordert, um es zu orten.

Zu diesem Zeitpunkt bemerkte der 1. Fähnrich D. Alejandro Urs Vogt, dass sich das Objekt direkt über dem Flugzeug befand, woraufhin die Besatzung in einer starken Steilspirale auf eine Höhe von 600 Metern herab tauchte.

In dieser Höhe wurden zwei Kursänderungen mit 90-Grad-Winkeln vorgenommen. Trotzdem blieb das Objekt beständig über dem Flugzeug. All dies wurde dem Campo de Mayo Kontrollturm gemeldet, der daraufhin das Flugzeug sofort wieder zur Basis zurück beorderte, während es andere Flugzeuge aus der Gegend für den Flug freigab, um eine schnelle Landung zu ermöglichen.

Die Mannschaft setzte seinen geradlinigen Abstieg zum Campo de Mayo fort und bereitete sich auf den Landeanflug vor.

Während dieses Manövers haben die Beobachter vorübergehend die Aufmerksamkeit für das Objekt verloren. Der Versuch es wieder zu finden scheiterte. Sie baten erneut den Kontrollturm um weitere Informationen.

Die Flugaufsicht gab an, dass das fragliche Objekt nicht mehr auffindbar sei.

Die Besatzung bat um Erlaubnis, eine 360-Grad-Wendung zu versuchen, um das Objekt noch einmal zu orten, was aber nicht durchführbar war.

Nach der Rückkehr zur Basis, wurden die Armeeangehörigen für die Nachbesprechung einberufen.

Während des gesamten Geschehnisse stand die Mannschaft dauerhaft in Kontakt mit dem Kontrollturm am Campo de Mayo bzw. La Plata und setzten sie über ihre Funkfrequenzen, ihre Höhe und alle anderen erforderlichen Informationen in Kenntnis.

Die Besatzung konnte auch über Funk hören, wie ein Verkehrsflugzeug über die Sichtung dieses Objekt berichtete.

Abgesehen von all dem wurden Piloten der Morón Air Base, die in benachbarten Gebieten im Einsatz waren, ebenfalls von den Geschehnissen in Kenntnis gesetzt.

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