Gibt es auf dem Mond Spuren außerirdischer Zivilisationen?

Professor Paul Davies und Robert Wagner von der Arizona State University halten es für möglich, dass außerirdische Zivilisationen ihre Spuren auf dem Mond hinterlassen haben. In einem Paper schlagen sie vor, die vielen tausend Bilder der Mondoberfläche auf solche Spuren hin zu untersuchen. Dabei sind Berichte über außerirdische Strukturen auf dem Mond längst nicht neu.

Von Tobias Berg

Wie die beiden Forscher Davies und Wagner in einem Artikel des Fachmagazins Acta Astronautica vorschlagen, sollen die hochauflösenden Bilder der Mondsonde ‘Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO)’ auf Spuren von Außerirdischen geprüft werden. Auch wenn beide die Erfolgschancen als gering einschätzen, stellt dennoch die Auswertung der bereits gewonnen Daten eine preisgünstige Alternative zu ähnlichen Projekten (wie dem SETI-Projekt), dar. Weitere Pluspunkte eines solchen Vorhabens seien die geringe Entfernung zum Erdtrabanten und die atmosphärischen Bedingungen auf dem Mond, die mögliche Spuren über Jahrmillionen konserviert haben könnten. Die Auswertung der Fotografien sollte laut Davies und Wagner entweder mit Hilfe von Software erfolgen oder von Freiwilligen durchgeführt werden.

Dies ist jedoch keinesfalls das erste Mal, dass die Möglichkeit von Spuren fremder Zivilisationen auf dem Mond in Betracht gezogen wurde. Der Ex-NASA-Mitarbeiter und ehemalige Leiter der Abteilung für Daten- und Bildkontrolle, Ken Johnston, beschuldigt die NASA, die Öffentlichkeit seit mehr als 40 Jahren zu belügen. Dabei geht es um Funde die während der Apollo-Missionen auf dem Mond gemacht wurden. Laut Johnston seien NASA-Astronauten dort auf antike außerirdische Städte und Überbleibsel unglaublich fortgeschrittener Technologie gestoßen. Laut Johnston brachten die Apollo-Astronauten Beweise in Form von Fotos mit, die sie während ihrer Mondspaziergänge gemacht hatten. Als er sich jedoch weigerte, die Bilder zu vernichten und stattdessen an die Öffentlichkeit ging, reagierte die NASA mit seiner Entlassung.

Johnston ist jedoch bei weitem nicht der Einzige, der von geheim gehaltenen Strukturen auf dem Mond berichtet. Neben dem Autor Richard Hoagland (‘Dark Mission: The Secret History of NASA’; ‘Geheimakte Mond: Die schwarzen Projekte der NASA’) und dem Psi-Spion Ingo Swann berichten auch weitere ehemalige NASA-Beschäftigte über unglaublichen Entdeckungen. So beschreibt die Fotospezialisten Donna Hare, die zwischen 1967 und 1981 bei einer Vertragsfirma der NASA arbeitete, wie tausende Fotografien systematisch retuschiert wurden, um ‘unerwünschte Anomalien’ zu verbergen.

Noch ungewöhnlicher klingen die Behauptungen von William Rutledge. 2007 veröffentlichte er unter dem Pseudonym “retiredafb” auf YouTube Videos einer angeblich streng geheimen russisch-amerikanischen Mondmission. Rutledge bezeichnet sich selbst als den damaligen Flight Commander der Apollo-20 Mission. Bei der vermeintlich 1967 durchgeführten Apollo-20 Mission sollen eine außerirdische Stadt und ein riesiges Raumschiff untersucht worden sein. Sogar den Körper einer toten Außerirdischen sollen die Astronauten geborgen haben. Auch wenn eine Fälschung naheliegend scheint, so muss man doch deren Qualität und Liebe zum Detail anerkennen. Selbstverständlich schließt das Auftauchen von manipuliertem Material keinesfalls die Möglichkeit aus, dass die NASA nicht doch geheime Apollo-Flüge durchführte.

Die Aussagen von Johnston, genau wie Aufnahmen, die außerirdische Artefakte auf dem Mond zeigen, werden im Internet kontrovers diskutiert. Was für eine Vertuschung seitens der NASA sprechen könnte, ist die Tatsache, dass die NASA keine rein zivile Einrichtung ist, sondern unter der Aufsicht des Pentagons und anderer Geheimdienste operiert. So ist die NASA laut ihrem eigenen Gründungsgesetz (Public Law 85-568, 85th Congress, H.R. 12575 vom 29. Juli 1958) dazu verpflichtet, alle Entdeckungen mit militärischen Implikationen an die dafür zuständigen Stellen im Pentagon weiter zu geben.

Es steht zu hoffen, dass Projekte wie die von Professor Davies vorgeschlagene Untersuchung von Aufnahmen der lunaren Oberfläche sowie die geplanten Mond-Missionen technologisch aufstrebender Länder (wie Indien und China) dazu beitragen, auch die ‘dunkle Seite’ des Mondes zu erhellen.

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