Exopolitik-Aktivisten gegen Verschwörungstheorien

Zwei wichtige Wortführer der internationalen Exopolitik-Bewegung sprachen sich in einem Appell an die Anhänger gegen eine Verknüpfung der Ufologie mit Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den WTC-Anschlägen aus. Anläßlich des zehnten Jahrestags schalteten sich Nick Pope und Bryce Zabel auf afterdisclosure.com in die öffentliche Debatte ein. Unter dem Schlagwort “UFOs & 9/11 – Don’t mix” erklärten sie, daß es dem eigentlichen Anliegen der UFO-Enthüllung schade, wenn die Diskussion mit anderen kontroversen Themen überfrachtet werde.

Nick Pope war Mitarbeiter des Britischen Verteidigungsministeriums und in diesem Zusammenhang Leiter der ehemals geheimen militärischen UFO-Forschung, Bryce Zabel ist ein Filmproduzent in Hollywood, Vorsitzender der »Academy of Television Arts & Sciences« und Co-Autor des Buchs »A.D. – After Disclosure«.

“In einer Zeit, in der es mehr denn je Grund zur Hoffnung gibt, daß die Welt die Beweise und Hintergründe zum UFO-Phänomen erfährt, droht das 9/11-Thema die seriöse Entwicklung zu untergraben”, befürchten die Unterzeichner des Aufrufs. Dabei geht es Pope und Zabel nicht darum, zu der konkreten Thematik Stellung zu beziehen: “Wir respektieren das Recht, daß jeder über 9/11 denken kann, was er mag. Es ist vielleicht sogar ein gesundes Zeichen für unsere demokratische Gesellschaft, wenn Menschen ihre eigene Regierung in der Öffentlichkeit des Massenmords bezichtigen dürfen, ohne nachteilige Konsequenzen erwarten zu müssen”, heißt es in der Erklärung, aber: “Wir müssen uns entscheiden, welchen Kampf wir führen wollen”

Gerade in den Vereinigten Staaten beinhaltet die leidenschaftlich geführte Debatte über die wahren Hintergründe der Anschläge vom 11. September eine besondere Brisanz. Die Vorstellung, die eigene Regierung hätte den Tod von fast 3.000 Mitbürgern billigend in Kauf genommen, würde von den meisten US-Amerikanern als absurd und beleidigend empfunden, geben die Autoren zu bedenken. Das führe zu einer Abwehrhaltung, diese Bürger seien dann nicht mehr für das eigentliche Anliegen, das UFO-Disclosure-Thema, erreichbar.
“Das Ziel einer wachsenden Bürgerbewegung ist es, die Unentschlossenen zu erreichen, und wenn eine kritische Masse erreicht ist, kann tatsächlich ein Umschwung erfolgen. Das Haben die Bürgerrechts- und Friedensbewegung in den 60ern, und kürzlich die Schwulenbewegung gezeigt”, heißt es weiter in der Erklärung. Das bedeute, die Exopolitik-Bewegung müsse Menschen erreichen und überzeugen, die bis dahin noch nicht viel über diese Thematik nachgedacht haben, aber über genügend Offenheit verfügen. Diese dürfe man nicht mit anderem polarisierenden Themen verprellen.

Deswegen rufen Pope und Zabel ihre Anhänger dazu auf, unanbhängig von den eigenen Meinungen zu der 9/11-Debatte wieder zu den wesentlichen Themen zurückzukehren:
“UFOs existieren tatsächlich. Die Wahrheit über das, was sie sind und wer dahinter steckt ist noch nicht endgültig offenbart. Diese Herausforderung ist derzeit groß genug.”

Robert Fleischer von Exopolitik Deutschland sieht dieser Herausforderung eher gelassen entgegen. “Auch im Lager der 9/11-Aktivisten gibt es Menschen die befürchten, dass ihr Thema durch Vermengung mit UFO-Themen an Glaubwürdigkeit verliert. In einigen Fällen möchte man fast sagen: Zu Recht. Aber auf beiden Seiten besteht ein großer Wille, die Wahrheit herauszufinden. Beide Themen polarisieren, und darum finde ich, dass es vernünftiger wäre, sich gemeinsam für die Wahrheit einzusetzen, als sich voneinander abzugrenzen.”

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