Ehemaliger Gouverneur von Arizona tritt in hochkarätiger CNN UFO-Expertenrunde auf

Am Mittwochabend trat der ehemalige Gouverneur von Arizona, Fife Symington, in der Fernsehsendung ‚CNN Headline News‘ auf um gemeinsam mit einer Expertengruppe die Realität des UFO-Phänomens zu diskutieren. Symington nahm hierbei eine Schlüsselposition innerhalb eines neu entstehenden Phänomens ein: „Verantwortungsvoller UFO Journalismus“.

Von Larry Lowe
Phoenix UFO Examiner

Die Talkrunde war ein Vorgeschmack auf die Fernsehpremiere der zweistündigen Dokumentation „Secret Access: UFOs on the Record“ des History Channel, welche auf Leslie Kean’s Bestseller „UFOs: Generals, Pilots and Government Officials Go on the Record“ basiert.

Teil der Expertenrunde waren neben Symington und Kean auch der Dokumentarfilmregisseur James Fox und der ehemalige Chef der UFO-Untersuchungsstelle des Britischen Verteidigungsministeriums Nick Pope. Durch die Sendung führte Don Lemon, der auch die CNN-Sendung ‚Newsroom‘ moderiert.

Die Diskussion war ein weiterer Schritt in Richtung unparteiischer und verantwortungsvoller Berichterstattung über UFOs. Im Jahr 1953 hatte eine vom CIA finanzierte Kommission (das sogenannte Robertson Panel, benannt nach dem Kommissions-Leiter Howard Percy Robertson) beschlossen, dass die UFO-Thematik dem reibungslosen Ablauf des Staatswesens diametral entgegensteht. Seit dem wird dieses Thema von den Medien praktisch tabuisiert.

Der Professor für Friedensforschung an der Universität Missouri-Columbia Bill Wikersham beschrieb kürzlich in einem Artikel der Columbia Daily Tribune den Effekt dieser Politik. Wikersham zu Folge erweist das Versäumnis in verantwortungsvoller Weise über das UFO-Phänomen zu berichten der amerikanischen Öffentlichkeit einen schlechten Dienst.

Der Professor schrieb: „Seit mehr als 60 Jahren hat die Mainstream-Presse dieses Thema, welches die größte Story der Menschheitsgeschichte darstellen könnte, entweder ignoriert oder lächerlich gemacht.“

Wikersham ist sich offensichtlich nicht darüber bewusst, dass die Voreingenommenheit der Medien in Bezug auf das UFO-Phänomen ihre Ursache in einer von der CIA diktierten Medienpolitik hat, die darauf abzielt das Thema nicht in einem „vernünftigen“ öffentlichen Mediendiskurs auftauchen zu lassen. Diese Politik hat bisher wunderbar funktioniert. Seit 1953 wurden Generationen von Reportern und Journalisten ausgebildet, verfolgten ihre Karrieren und gingen in dem Glauben in den Ruhestand, dass Berichte über UFOs per Definition nicht berichtenswert seien.

Mit dem Beginn des Internetjournalismus sind neue Stimmen, darunter Lee Speigel von AOL News/Huffington Post, Billy Cox von der Herald Tribune und der Journalist Steve Hammons aufgetaucht, die zu einer ausbalancierte Berichterstattung beitragen können.

Don Lemon hat bewiesen, dass er ebenfalls zu diesen neuen Stimmen gehört, welche den Beteiligten ausgewogene und vernünftige Fragen stellen. Im Anschluss an die Sendung wurde seine Facebookseite mit positiven Kommentaren von Zuschauern, die sich nach einer verantwortlichen journalistischen Berichterstattung über dieses kontroverse Thema sehnen, überflutet.

Ein Besucher schrieb an Don Lemon: „Ich möchte mich herzlich für das exzellente Interview, dass sie mit ihrer Expertenrunde zum Thema UFOs durchgeführt haben, bedanken. Diese ernstzunehmende Berichterstattung über dieses wichtige Thema war wie ein frischer Wind. Dazu braucht es Integrität. Vielen Dank.”

Als Gouverneur von Arizona machte sich Symington über die Zeugen der Massensichtung der ‚Phoenix Lights‘ vom 13. März 1997 lustig. Während einer Pressekonferenz ließ er einen als Alien verkleideten Mitarbeiter in Handschellen auf die Bühne treten, den er als den Verursacher der unerklärten Sichtung präsentierte. Die Presse forderte er auf die ganze Sache nicht allzu ernst zu nehmen.

Im völligen Gegensatz zu seiner früheren Position, eröffnete Symington dem Filmemacher James Fox im Jahr 2007, dass er persönlich eines der riesigen Objekte, welche am fraglichen Abend über Phoenix gesehen wurde, beobachtet habe. Leslie Keane berichtet Ende 2007 im Prescot Daily Journal über diese Geschichte.

Eine forensische Analyse der angeblichen Sichtung des Gouverneurs durch den Verfasser stützt seine Aussage. Es zeigt sich, dass Symington in der fraglichen Nacht von seiner Position aus ein riesiges dreiecksförmiges Objekt, welches sich vom Cave Creek aus südlich in Richtung Stadtzentrum bewegte, gesehen haben kann. Ein Vergleich von über 500 Augenzeugenberichten, die von Michael Tanner, einem Mitarbeiter der Village Labs, gesammelt wurden, belegt dies eindeutig.

Obwohl es also keinen Beweis dafür gibt, dass die lokalen und nationalen Medien die Berichte über die „Phoenix Lights“ ernst genug nahmen, gibt es Beweise dafür, dass Symington die Wahrheit sagt wenn er von einem Ereignis berichtet, welches in seinen Worten „der Logik wiederspricht und seine Realität auf die Probe stellte“.

Die erfahrene Investigativjournalistin Leslie Keane sammelte und untersuchte fast 10 Jahre die überzeugendsten UFO-Fälle für ihr aktuelles Buch. Einige davon werden in der Dokumentation des History Channel näher behandelt. Inspiriert wurde Kean durch den französischen COMETA-Report.

Ihr Buch zeigt die gerechte und offene Vorgehensweise der belgischen Regierung während einer Welle von Sichtungen großer, geräuschloser Dreiecksflugkörper 1990, und kontrastiert dies scharf mit der dementierenden Haltung der US-Regierung und dem Ausbleiben der journalistischen Verantwortung während einer ähnlichen Welle von Sichtungen von großen, schwarzen V-förmigen Objekten im Hudson Valley Mitte der achtziger Jahre.

Keane beendet das Buch mit einem Aufruf an die Regierung der Vereinigten Staaten ihre Politik der Verleugnung und des Spotts aufzugeben und stattdessen ein Organ für das Sammeln und Untersuchen von UFO-Berichten zu schaffen. Dieses könnte als Basis dienen um das Phänomen – welches ohne jeden Zweifel existiert – verstehen zu lernen.

Der Filmemacher James Fox steuerte mit seinem Film „Out of the Blue“ (Aus heiterem Himmel), welcher in überarbeiteter Form unter dem Titel „I Know What I Saw“ (Ich weiß was ich gesehen habe) erschien, ebenfalls zu einer sachgerechten Aufarbeitung des UFO-Themas bei. Der Titel „I know what I saw“ ist dabei einem Zitat der „Phoenix Lights“ Zeugin Sue Watson entliehen, die damit ihrem Unmut über die Art und Weise, wie Symingtons Büro seiner Zeit mit dem Thema umging, Luft machte.

Den Kern von „I Know What I Saw” bildet eine Pressekonferenz aus dem Jahr 2007 im National Press Club. Damals bestätigten hochrangige Augenzeugen (Mitarbeiter des Militärs,private und kommerzielle Piloten) in der Öffentlichkeit das, was auch aus einem streng geheimen Memorandum, welches 1947 von General Nathan Twining verfasst wurde, hervorgeht: „Das berichtete Phänomen ist absolut real und nichts unwirkliches oder ausgedachtes“.

Eine Titelgeschichte des LIFE Magazine mit dem Titel „The Case for Interplanetary Flying Saucers“ aus dem Jahr 1952 kam zu einem ähnlichen Ergebnis wie eine Untersuchung der Phoenix Lights, die 2010 vom National Geographic Channel durchgeführt wurde: Die Antriebssysteme, die benötigt werden um die von den Zeugen geschilderten Manöver durchzuführen, finden sich nicht in irdischen Ingenieurlexika. Der National Geographic ging noch einen Schritt weiter und postulierte, dass diese Flugmanöver zumindest theoretisch möglich seien.

Der frühere Mitarbeiter des britischen Verteidigungsministeriums Nick Pope begann seine Arbeit uninformiert und skeptisch. Wie sein amerikanisches Gegenstück, der damalige Project Blue Book Berater und Astronom der Columbia Universität J. Allen Hynek, wurde Pope mit der Zeit und durch wiederholte Auseinandersetzung mit plausiblen Beweisen jedoch zu einem Fürsprecher in Bezug auf die Realität bestimmter Fälle.

Im Fall von Nick Pope ist dies vor allem der Rendlesham Forest Vorfall, der sich im Dezember 1980 ereignete. Damals drang ein Objekt von unbekannter Herkunft in drei aufeinanderfolgenden Nächten in den englischen Luftraum ein, tauchte über einen amerikanischem Luftwaffenstützpunkt auf und verursachte so eine Untersuchung durch die amerikanische Luftwaffe und diverse Geheimdienste.

Einer der wichtigsten Zeugen der Bentwaters/Rendlesham Vorfälle war James Penniston. Der Soldat soll dem Fluggerät sogar so nahe gekommen sein, dass er es nach eigenen Aussagen berühren konnte.

Vor kurzem gab Nick Pope gegenüber der Huffington Post zu, an einer Kampagne der Verunglimpfung, des Herunterspielens und der unterschwelligen Ablehnung von öffentlichen UFO-Meldungen, welche er als „gemeine Tricks“ bezeichnete, beteiligt gewesen zu sein. Diese Taktik war Teil der internen Propagandaanstrengungen, die zum Ziel hatten die britischen Bürger über dieses Phänomen im Dunkeln zu lassen.

Es ist nun mehr als sechs Jahrzehnte her, seit die „fliegenden Untertassen“ im Frühling 1947 eine landesweite Untersuchung des US-amerikanischen industriellen und militärischen Potentials verursachten, welche ihren Höhepunkt im berühmten aber lange begrabenen Roswell-Vorfall fand. Mehr als 30 Jahre sind vergangen seit Penniston und John Burroughs einem Objekt unbekannten Ursprungs und unglaublichen Flugeigenschaften außerhalb des Bentwater Stützpunktes begegneten. Fast 15 Jahre ist es her, dass tausende Zeugen unglaubliche Objekte in Arizona beobachten konnten. Leider mussten wir lange darauf warten, dass Journalisten der Mainstream Medien, wie Don Lemon, damit beginnen das Thema in verantwortungsvoller Weise zu behandeln.

Es ist an der Zeit, dass die amerikanische Öffentlichkeit die Regierung dazu bringt ihre Haltung bezüglich des UFO-Phänomens aufzugeben. Stattdessen sollte die Regierung mit einer offenen und ehrlichen Einschätzung der Meldungen beginnen, welche wirklich auf Objekte unbekannter Herkunft schließen lassen. Dies ist keine leichte Aufgabe, da das Internet in Zeiten von YouTube und Facebook voll von computergeneriertem Material sowie Fehldeutungen ist. An echte Dokumentationen über wahrhaft unbekannte Objekte gelangt man nur schwer und ihr Wahrheitsgehalt ist schwierig zu überprüfen.

Trotz des politisch-korrekten aber in die Irre führenden Titels der UFO-Expertenrunde auf CNN „Why should we take UFOs and ET Life seriously?“ (Warum sollten wir UFOs und Außerirdisches Leben ernst nehmen?) ist die Debatte, ob Ufos überhaupt existieren, mittlerweile überflüssig. Diese Episode von ‚CNN Headlines‘, die Dokumentation des History Channels, Leslie Keans Buch sowie die Dokumentation von James Fox sollten diesen Punkt hinreichend belegen. CNN und speziell Don Lemon haben in jedem Fall Lob verdient für ihre verantwortungsvolle Schilderung der Sachlage.

Die Frage die ist, wann wir als Gesellschaft darüber hinaus gehen zu fragen, ob es UFOs gibt, und uns stattdessen Gedanken über die Herkunft und die Motive dieses Phänomens machen, welches nach wie vor einen so mysteriösen Teil unserer Wirklichkeit darstellt.

Übersetzung: Tobias Berg

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