Googles Katastrophenpläne: Angriff durch Außerirdische

Um die Dienstleistungsfähigkeit auch während nationaler Katastrophen sicherzustellen, unterzieht Google seine Angestellten routinemäßig auch außergewöhnlichen Tests. Zu den Szenarien, die geprobt werden, gehören auch eine Invasion durch Außerirdische oder das Verschwinden ganzer US-Staaten von der Landkarte, enthüllt Eran Feigenbaum, Sicherheitsdirektor von Google Enterprise.

Die Idee, dass Außerirdische Google übernehmen könnten, klingt ein bisschen verrückt, aber es sind genau solche Szenarien mit denen das Team von Google Enterprise konfrontiert wird. Dabei versuchen sie zu gewährleisten, dass Google funktionsfähig bleibt, falls das schlimmste Szenario wirklich eintreffen sollte.

Feigenbaum merkt in einem Gespräch mit Computerworld an:

„Wir spielen sehr viele Spiele hier. Ein Teil unseres Krisenplans ist die Annahme, dass das Schlimmste geschehen ist. Im Szenario des letzten Jahres wurde Google von Außerirdischen angegriffen und Kalifornien war von der Karte verschwunden. Wir fragten uns: Was machen wir jetzt? Wie betreiben wir jetzt unserer Einrichtungen?“

Mit Jahren an Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Kryptosystemen für prominente Kunden und Regierungsbehörden, führt Feigenbaum die Sicherheitsstrategien von Google Enterprise ein, die gewährleisten sollen, dass die Google-Systeme für seine Kunden sicher und betriebsfähig bleiben:

„Ich persönlich denke, dass diese Art des Mentalismus und Profiling dich neugierig macht. Es macht Lust darauf die Probleme anzugreifen, sie zu lösen und nicht den Status Quo zu akzeptieren. Als ein Sicherheitsprofi nutze ich diese Fertigkeiten. So arbeiten wir bei Google; wir akzeptieren Probleme nicht, nur weil es in der Vergangenheit immer schon so war. Wir wollen sie wirklich anpacken, sie lösen und uns fragen: Wie können wir diese Probleme besser lösen und auf welche andere Art als bisher?“

Google beschäftigt rund 250 Sicherheitsexperten um die eigenen Systeme und Infrastruktur zu schützen und um die Zugangsschutzsysteme der Kunden zu verbessern. Rund um die Uhr arbeiten Teams in Kalifornien und Zürich daran Sicherheitsvorfälle zu erfassen, aufzuspüren und vorzubeugen. Kommt es zu einem Sicherheitsvorfall, wird ein ‚Störfall-Koordinator‘ eingesetzt um das Problem zu analysieren. Google ist verpflichtet seine Kunden unverzüglich über Sicherheitsprobleme zu informieren.

Feigenbaum glaubt, dass Berichte über Unsicherheiten in der sogenannten Cloud überzogen sind. „Es ist sicher, wenn nicht sogar sicherer, als das, was die meisten Unternehmen heute tun.“

Quelle: thenextweb.com

Übersetzung: Sven Luckhardt

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