“We must change this!” – Ein Nachruf auf Brian O’Leary

Am 29. Juli 2011 verstarb Brian O’Leary im Alter von 71 Jahren. Er hinterlässt seine Frau Meredith und zwei Kinder. Als früherer NASA-Astronaut und Träger eines Doktortitels der renommierten Berkeley Universität forschte und engagierte sich Dr. Leary in den letzten Jahrzehnten seines Lebens stark für alternative Energieformen und wurde so zu einem der bekanntesten Advokaten für eine nachhaltige Energiepolitik.
Von Tobias Berg

Geprägt durch seine Ausbildung in der konventionellen Wissenschaft, die in der Auswahl zum „Wissenschaftsastronaut“ für eine bemannte Marsmission gipfelte -leider wurde das Programm eingestellt, so dass O’Leary nie selbst den Weltraum bereisen konnte- führten ihn seine Studien über das Universum zu vielen fortschrittlichen Theorien, welche aber tragischer weise bis heute nicht von der herkömmlichen Wissenschaft akzeptiert werden. Aus diesem Grund, aber auch durch ganz persönlichen Erlebnissen, wie einer Remote Viewing Erfahrung und einer Nahtod Erfahrung wurde ihm die Unvereinbarkeit seines sich neu formierenden Weltbildes mit seinem beruflichen Umfeld bewusst. Dr. O’Leary brach mit dem System, verließ die für ihn allzu steife akademische Welt und begann in Eigeninitiative alternative Wissenschaften und die Freie Energie zu erforschen. Im Zuge seines neuen Tätigkeitsfeldes besuchte Dr. O’Leary weltweit dutzende Labore und Werkstätten von Erfindern der neuen und freien Energie um deren Forschung zu untersuchen und die Effektivität ihrer Konzepte zu bezeugen.

Schon früh in seiner Karriere engagierte sich Brian O’Leary für den Frieden und wurde 1970 zum politischen Aktivisten als er in Washington gegen den Krieg in Kambodscha demonstrierte. Auch in späteren Jahren setzte er sich für eine friedliche Kooperation der Nationen ein was auch durch seine Reisen in die damalige Sowjetunion deutlich wird, auf denen er für eine friedliche Erschließung des Weltraums warb.
In zunehmendem Maße erforschte O’Leary auch die unorthodoxen Wissenschaften, vor allem die Beziehung zwischen Bewusstsein und Wissenschaft und wurde vor allem für seine Beiträge zum Thema „ Die Grenzen von Wissenschaft, Raum, Energie und Kultur” bekannt. Des Weiteren war sich Dr. O’Leary der Außerirdischen Präsenz auf der Erde bewusst und sah in ihr eine Chance auf die Nutzung von transformierenden Technologien.

In seinen späteren Jahren ließ er sich im Ort Vilcabamba in Ecuador nieder. In seinem Zufluchtsort Montesuenos – welcher dem Frieden, der Nachhaltigkeit, der Kunst und den neuen Wissenschaften gewidmet war – organisierte er viele philosophische Seminare, Konferenzen und Gedankenaustausche.

Brian O’Leary war eine energetische und schillernde Persönlichkeit. Seine Lebensgeschichte umfasst eine lange Liste an denkwürdigen Errungenschaften, wie die höchste Auszeichnung der Amerikanischen Pfadfinder, die Auszeichnung als Ivy League Professor für Astrophysik, sowie die Ausbildung zum Astronaut für die Apollomissionen. Zudem war er Berater des amerikanischen Kongresses in Fragen der Energiepolitik, Ratgeber für verschiedene Präsidentschaftskandidaten, Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Publikationen und einer der Wichtigsten Redner zu den Themen Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Neben all diesen Tätigkeiten galt O’Learys Hauptaugenmerk dem Aufruf zur Transformation der Art und Weise wie die Menschheit ihre Energie produziert; weg von verschmutzenden fossilen Brennstoffen und gefährlicher Nuklearenergie, hin zu revolutionären neuen Energietechnologien. Er war ein furchtloser Kritiker der herkömmlichen Energielobbys und deren korrumpierenden Einfluss auf Unternehmen und Politik. Hierin sah O’Leary einen Hauptgrund für die Zerstörung des lebenswichtigen Ökosystems der Erde sowie die Verarmung eines Großteils ihrer menschlichen Bewohner.

Von seinen Freunden, Bekannten und Kollegen ist zu hören, dass Brian O’Leary ein komplexer, geselliger, zu Zeiten aber auch grüblerischer Mensch war, der es als seine Pflicht ansah seine Botschaft hinaus in die Welt zu tragen, gleichzeitig aber auch dieser Welt zu entfliehen versuchte. Er empfand großes Mitgefühl für die Menschen die unter rücksichtsloser Umweltzerstörung zu leiden hatten. Die Nachrichten von Umweltkatastrophen wie der jüngsten Ölpest im Golf von Mexiko, Mienenunglücken, der Plünderung des Regenwaldes oder des Reaktorunglücks von Fukushima schienen ihm nicht nur psychische sondern sogar physische Schmerzen zu bereiten.

Obwohl sich seine Gesundheit in den letzten Jahren zunehmend verschlechterte, setzte Dr. O’Leary sein unermüdliches Engagement für die vielversprechenden Ideen zum Thema der freien Energieproduktion ein.

In seinem letzten Aufruf an Wissenschaftler, Umweltaktivisten und fortschrittlich Gesinnten „A Turquoise Revolution“ tritt Brian O’Leary eindringlich für seine Vision einer ganzheitlichen, integralen und nachhaltigen Zukunftsvision ein: „Wir benötigen eine Türkisfarbene Revolution um unser Land, unsere Luft und unsere Ozeane wieder zu ihrem natürlichen Zustand zurückzuführen. Vielleicht fordern das verschmutze Wasser und das verwüstete Leben im Golf von Mexiko uns dazu auf im Sinne einer blauen und grünen Revolution, welche bei weitem ganzheitlicher und effektiver als jede andere Umweltbewegung der Vergangenheit ist, mit der Erde zu arbeiten. Die Tragödie im Golf repräsentiert einen letzten verzweifelten Ruf der Natur an uns Menschen unsere Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffen zu beenden und unsere Kreativität für die Entwicklung einer sauberen und freien Quelle von Energie einzusetzen. Besitzen wir Wissenschaftler, Umweltschützer und Vordenker den Willen den Weg zu weisen?“

Brian O’Leary kann mit Recht als ein wahrer Freidenker und Pionier bezeichnet werden, dessen Ideen und Beiträge niemals in Vergessenheit geraten werden. Möge sein Werk durch andere mutige wie ihn fortgesetzt werden und zu einem guten Ende für die Menschheit kommen.

Es ist eine Ironie des Schicksal, dass Brian O’Leary zu einer Zeit starb in der revolutionäre Energiekonzepte wie, beispielsweise die durch Rossi entwickelte Technologie der kalten Fusion, kurz vor der öffentlichen Freigabe stehen. Sollte sich diese, noch etwas vage Hoffnung bestätigen, würde es sicherlich ein Lächeln auf das Gesicht von Brian O’Leary zaubern.

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